Geschichte

Die Schule feiert ein Jubiläum:

Von der Simultanschule bis zur heutigen Turmbergschule
von Robert A. Hill

Ab dem Jahr 1821 gab es in Weingarten nur noch eine evangelische und eine katholische Volksschule. Diese Konfessionsschulen wurden aufgrund des vom badischen Landtag am 18. September 1876 verabschiedeten Gesetzes über die Einführung der obligatorischen Simultanschule zwangsläufig aufgelöst. Für Weingarten wurde vom Großherzoglichen Oberschulrat der Tag der Vereinigung der der Volkshochschulen auf den 3. April 1877 festgelegt.  Ferner waren für insgesamt 675 Schulkinder (7 Schuljahrgänge) der neuen staatlichen Schule 4 Hauptlehrer und 2 Unterlehrer anzustellen. Das Schulgeld wurde beibehalten und betrug für ein Vollbezahlendes Kind 3,20 M. im Jahr. Der Unterricht musste zunächst in den Räumen der ehemaligen Konfessionsschulenabgehalten werden.

Um alle Schulkinder in einem Gebäude aufnehmen zu können, hatte der Weingartner Gemeinderat damals beschlossen, das ehemalige einstöckige evangelische Knabenschulhaus, das sich über dem Keller der heutigen Grundschule befand und nur aus 2 Lehrsälen bestand, abzubrechen und durch ein 8 Lehrsäle umfassendes zweistöckiges Gebäude zu ersetzen. Dieses Gebäude wurde 1883 erstellt.Im Jahre 1906 musste dieses Schulhaus durch Aufsetzen eines dritten Stockwerkes erweitert werden. Dadurch war ein Schulgebäude mit 16 Lehrsälen für die Volksschule, Fortbildungs-Gewerbe und Kochschule entstanden. Nach damaligem Schulrecht betrug die Volksschulpflicht 8 Jahre, falls kein Wechsel in eine andere Schulart erfolgte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte dieses Schulgebäude die geburtenstarken Jahrgänge infolge des sprunghaften Anstieges der Weingartner Einwohnerzahl durch die Zuweisung der Heimatvertriebenen nicht mehr aufnehmen. Die Gemeinde war deshalb gezwungen, ein zweites Schulhaus neben dem bereits bestehenden errichten zu lassen. Es wurde am 9. November 1963 nach zweijähriger Bauzeit feierlich seiner Bestimmung übergeben. Eine Pergola verbindet die beiden Schulgebäude. Durch den Neubau wurden acht geräumige Klassenzimmer sowie ein Physiksaal und eine Lehrküche geschaffen. Im Jahre 1971 musste die Grund- und Hauptschule nochmals um einen Schulpavillon mit drei Schulräumen und einem Lehrerzimmer sowie einem Gymnastikraum im Erdgeschoss erweitert werden. Dadurch wurde der anormale Zustand der Auslagerung von Klassen in das Kinderschulgebäude "Am Alten Friedhof" beendet.
 
Trotzdem reichten die Schulräume für die nächsten Jahre nicht aus. Deshalb musste der Gemeinderat das frühere Kreisaltersheim in der Jöhlingerstr. 116 zur Schule am "Walzbach" umbauen lassen, so dass dort zum Schulbeginn nach den Sommerferien 1973 vier Klassen unterrichtet werden konnten.
 
Schon im Jahr 1972 hatte der Weingartner Gemeinderat den Antrag der örtlichen Schulleitung auf Einführung des 10. Schuljahres mit realschulgleichwertigem Abschluss zugestimmt. Schließlich genehmigte das Oberschulamt für das Schuljahr 1974/75 die Einführung eines weiterführenden Zuges (Modell WF-Zug 7+3) in der Grund- und Hauptschule in Weingarten als Versuch mit dem Ziel, die 10. Klasse mit der mittleren Reife abzuschließen. Bei diesem Schulversuch wurden die Schüler nach Klasse 7 getrennt in einen Hauptschulzug und in einen weiterführenden Zug. Der weiterführende Zug führte mit Abschluss des 10. Schuljahres zur Mittleren Reife. mit dem damals neu eingeführten Lernbereich Arbeit - Wirtschaft - Technik in Hauptschule und Werkrealschule sollten die Schüler mit den Unterrichtsfächern Technik-Hauswirtschaft/Textiles Werken, Wirtschaftslehre/Informatik gezielter auf das Berufs- und Arbeitsleben vorbereitet werden.
 
Einen weiteren Antrag des hiesigen Schulamtes auf Teilung der Grund- und Hauptschule in je eine selbstständige Grundschule und eine selbstständige Hauptschule mit eigenen Schulleitungen stimmte der Gemeinderat am 24. April 1972 zu. Erst drei Jahre später genehmigte das Oberschulamt Karlsruhe die Trennung der Grund- und Hauptschule in Weingarten mit Wirkung ab 1. April 1975. Dabei wurde neben dem bisherigen Rektorat ein zweites Rektorat errichtet, so dass jede Schule eine eigene Schulleitung besaß. Die Grundschule (555 Schüler) wurde im alten Schulhaus von 1983 und die Hauptschule (391 Schüler) im neuen Schulgebäude von 1963 untergebracht.

Der im Jahr 1974 mit dem "WF-Zug 7+3" eingeführte Schulversuch wurde mit Beginn des 1989/90 Werkrealschule genannt. In Baden Württemberg jedoch wurde die Werkrealschule flächendeckend erst mit Beginn des Schuljahres 1993/94 eingeführt. Um jedoch der Werkrealschule als auch der Hauptschule die erforderlichen Fachräume zur Verfügung zu stellen, ließ der Gemeinderat neben dem bisherigen Hauptschulgebäude einen repräsentativen Erweiterungsbau errichten, der am 4. Mai 1990 eingeweiht und somit seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Mit diesem Neubau wurden Fachräume für BK (bildende Kunst), Informatik, Biologie, Musik, HTW und Physik u. Chemie geschaffen; außerdem wurden zwei Technikräume und eine Lehrküche eingerichtet.

Gleichzeitig erfolgte mit der Einweihung des Neubaus die Namensgebung der Hauptschule. Laut Beschluss des Gemeinderats heißt diese Schule von nun an "Turmberg-Schule." Der Name soll die Geschichte der Gemeinde präsentieren und die Verpflichtung der Schule, die Tradition Weingartens zu pflegen, ausdrücken.
 
Mit Beginn des Schuljahres 2001/02 wurde die seit Jahren selbstständige Grundschule wieder mit der Werkrealschule schultechnisch vereinigt. Am 14. Juni 2002 wurde auch offiziell die verwaltungstechnische Wiedervereinigung vollzogen. Die neue Bezeichnung für die fusionierten Schulen lautet:
 
Turmbergschule Grund- u. Haupt- mit Werkrealschule.
 
An dieser Schule, die auf dem ehemaligen Areal des Weißenburger Klosterhofes und der späteren kurpfälzischen Amtskellerei steht, unterrichten im Schuljahr 2002/03 43 Lehrkräfte 591 Schüler.

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