Arbeitsgemeinschaften

1. Arbeitsgemeinschaft Weinbau

Die Turmbergschule betreibt seit mehr als 20 Jahren eine Weinbau-AG, in der die Schüler Spätburgunder mit allen dazugehörigen Arbeiten, bewirtschaften.

 

Die Lehrerinnen Karin Bohner und Susanne Zeh, führen die Arbeit von Werner Steinbrunn fort, der diese AG 1988 ins Leben rief und bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2006 gemeinsam mit August Holzmüller (Winzer) leitete.

 

Die Gemeinde pachtet den Weinberg und unterstützt so das Projekt. Wichtigstes Ziel dieser AG ist es, Schülern unserer Weinbaugemeinde durch eigenes Tun etwas über die Arbeit des Winzers zu vermitteln.

 

Im Herbst können die Schüler jedes Jahr 500 - 600 kg Spätburgunder Trauben ernten, die dann bei der Winzergenossenschaft abgegeben werden. Diese werden dann in Flaschen gefüllt und mit einem von Schülern entworfenen Etikett versehen. Seit 2006 unterstützt der Winzer Herbert Zeh die AG durch Rat und Tat.

2. Offenes Angebot: „Schulgarten"

Ein Schulgarten ist ein für Aus- und Weiterbildungszwecke angelegter Garten. Er ist ein pädagogisches Mittel, um Wissen über Gartenbau und Landwirtschaft, sowie über Natur und Umwelt zu vermitteln.

 

Den ersten berliner und vermutlich auch preußischen Schulgarten ließ um 1750 der evangelische Theologe und Pädagoge Johann Julius Hecker anlegen. Hecker gliederte den Schulgarten der ebenfalls von ihm gegründeten ersten praxisorientierten „Ökonomisch-Mathematischen Realschule" an. Bei dem neureformpädagogischen Ansatz, schulische und direkt berufsvorbereitende Lehrinhalte zu verbinden, spielte der Schulgarten in Heckers Konzept eine wichtige Rolle. Das Gelände befand sich auf dem heute so genannten Lenne-Dreieck.

 

Die volkswirtschaftliche Zeitung Leipziger Sammlungen berichtete 1750, man„... habe ganz besondere Anstalt zum lebendigen Unterricht in Plantagen-Sachen gemacht. Denn man hat ein Stück Acker gegen Erbpacht acquiriret, und läßt der Jugend in Recreationsstunden in der That selbst zeigen, was bey dem Anlegen von Hecken, dem Säen, Pflanzen, Pfropfen, Oculieren etc. und sonderlich der Wartung und Pflanzung der Maulbeer-Bäume zum Seidenbau in Acht zu nehmen." Zu den Wegbereitern werden führende Pädagogen wie Johann Amos Comenius, August Hermann Francke, Friedrich Eberhard von Rochow, Christian Gotthilf Salzmann, Johann Heinrich Pestalozzi, Friedrich Fröbel, Georg Kerschensteiner und Rudolf Steiner gezählt.

 

Schulgärten auf dem Land

Auch in ländlichen Regionen, z.B. in Südwestfalen, gab es bereits Ende des 18. Jahrhunderts die ersten Schulgärten, hier initiiert von Pastor Friedrich Adolf Sauer. Die "Industrieschule" war im Herzogtum Westfalen der damals neue, durch die Reformideen der Aufklärung geprägte Volksschultyp. Zu der angestrebten ganzheitlichen Unterrichtsmethode gehörte die Förderung verschiedener Handfertigkeiten, vor allem aber der praktische Unterricht im Obst- und Gartenbau: Veredelte Obstbäume aus den Schulgärten der Industrieschulen wurden in der Region verkauft und z. B. entlang der Chausseen gepflanzt. Die Landeskultur-Gesellschaft zu Arnsberg setzte 1810 erstmals eine Prämie für besonders engagierte Schulen aus. Der Preis ging nach Olpe, wo nachweislich 30.000 Apfel- und Birnenkerne gelegt, 4.500 Bäume gezogen und 700 veredelt worden waren.

 

Die Situation heute

Zur Zeit erlebt die Schulgartenbewegung in Deutschland eine Renaissance. So wurde im Jahre 2002 in Fulda die Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten gegründet. Weiterhin gibt es in Baden-Württemberg nach einer repräsentativen Umfrage an fast 40 % aller Schulen einen Schulgarten.

 

Schulgärten mit ihren vielfältigen Betätigungsanlässen leisten:

  • eine umfassende Sinnesschulung
  • eine praxisnahe Berufsorientierung
  • eine nachhaltige Bewegungserziehung
  • eine intensive Förderung der Sozialkompetenz
  • einen lebendigen Beitrag für eine gesunde Schulverpflegung
  • eine erlebnisreiche Wahrnehmung ökologischer Zusammenhänge

Hier finden Sie uns

Turmbergschule
Schulstraße 2
76356 Weingarten (Baden) 

 

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