Gemeinderäte stehen hinter der Gemeinschaftsschule

Mit einem positiven Fazit endete die Podiumsdiskussion um die Zukunft der Gemeinschaftsschule Weingarten.

 

Auf dem Podium saßen Schulleiterin Karin Sebold und die Vertreter der fünf Fraktionen des Gemeinderates: Gerhard Fritscher für die CDU, Timo Martin für die WBB, Wolfgang Wehowsky für die SPD, Monika Lauber für die Grünen und Carolin Holzmüller für die FDP.

 

Als Veranstalter trat die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft auf, dessen Kreisvorsitzender Roland Jung auch die Moderation übernahm. Das Impulsreferat hielt Dr. Ute Kratzmeier, Bildungsreferentin der GEW Stuttgart. Die Einführung dieser Schulart begründete sie überwiegend in dem seit Jahren bestehenden und mit Zahlen belegten Akzeptanzproblem der Haupt- und Werkrealschule, das bereits zu vielen Schließungen geführt habe. Die Gemeinschaftsschule sei die richtige Antwort darauf.

 

Aus 42 Starterschulen im Land in 2011 seien heute 272 Schulen geworden. Darüber hinaus sei es sachlich und pädagogisch begründet, diese Schule zu unterstützen. Dann warf sie einen Blick auf die Landtagswahlprogramme der Parteien, aus denen die unterschiedliche Haltung zur Gemeinschaftsschule deutlich wurde. Damit übergab sie das Wort an Roland Jung, der die Weingartner Gemeinderäte aufs Podium rief.

 

Nach einer kurzen Darstellung der Grundzüge dieser Schulart in Idealform, stellte er Fragen. Zunächst an die Schulleiterin nach der alltäglichen Arbeit. „Die Lehrer haben enorm viel zu tun“, berichtete diese, denn es gebe (noch) keine Hilfe vom Land in Sachen Material. Dinge wie Lerntagebuch, Coaching und anderes müssten alle von den Lehrern selbst erarbeitet werden.

 

„Warum haben Sie damals zugestimmt?“ war die Frage an die Gemeinderäte. Diese berichteten unisono, der ausschlaggebende Faktor sei die Erhaltung des Schulstandorts gewesen. Timo Martin und Monika Lauber sprachen von einem „überzeugenden Konzept“ und Wolfgang Wehowsky sah darin eine Schulart, die alle sozialen Schichten anspreche. Ob die Gemeinschaftsschule anderen Schularten gegenüber bevorzugt werde, wurde von Gerhard Fritscher zwar bejaht, aber zugleich kündigte er an, wenn die CDU nach den Landtagswahlen wieder an der Regierung sei, werde sie die Gemeinschaftsschule „nicht zurücknehmen. Nur Feinheiten verändern.“

 

Die Erforderlichkeit neuer Räume, Ausstattung, Bücher und Material seien höhere Ausgaben, aber keine Bevorzugung, entgegnete Karin Sebold. Sie sah die Aufgabe einer Schule auch darin, Kindern Freude am Lernen zu ermöglichen, denn in einer verbindlichen Ganztagesschule verbringen Kinder acht Stunden am Tag und sollten sich wohlfühlen.

 

Bei der Frage, wie die Kommune die Schule noch weiter finanziell unterstützen könne, wenn im Fall eines Regierungswechsels die Zuschüsse reduziert werden würden, waren die Meinungen vorsichtig, aber dennoch zuversichtlich. Wehowsky meinte, „ein Rotstift wäre verkehrt“. Martin gab zu bedenken, was mit Liegenschaften geschehen solle, die dann eventuell so nicht mehr gebraucht würden. Carolin Holzmüller bestätigte die Notwendigkeit, die Kosten im Blick zu behalten, zeigte aber Vertrauen in die Schulleitung, keine überzogenen Forderungen zu stellen. Fritscher sprach von derzeit guten Voraussetzungen für Investitionen, stimmte aber auch Timo Martin zu. Monika Lauber stimmte mit der Schulleitung überein und war dafür, großzügig zu handeln.

 

Karin Sebold dankte dem Gemeinderat, der stets ein offenes Ohr für die Belange der Schule habe. Sie verwies auf Neubaugebiete und Flüchtlingskinder und prognostizierte wieder wachsende Zahlen.

 

„Weingarten steht hinter seiner Gemeinschaftsschule und hofft, dass sie wächst und weiter angenommen wird“, endete Roland Jung.

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