Turmbergschüler sprechen über Flüchtlinge und fremde Kulturen

„Immer nur Flüchtlinge. Ich kann es nicht mehr hören“, sagte sich Samar Al-Akkad angesichts des Elends, das sie tagtäglich den Medien entnehmen konnte. „Jetzt muss ich selbst etwas tun, ich muss helfen“. Die junge Frau, in Deutschland geboren und halb syrischer, halb irakischer Abstammung handelte.

 

Im August 2015 ging sie zum ersten Mal in die Notunterkünfte und brachte ihre arabischen Sprachkenntnisse ein. Sie half und hilft noch, wo es nottut, vor allem begleitet sie die Menschen zu Behörden, ins Krankenhaus und überall dorthin, wo exakte Ausdrucksweise hilfreich ist. Die 29jährige Versicherungskauffrau lebt und arbeitet in Karlsruhe. Als ein Arbeitskollege aus Weingarten sie fragte, ob sie die Geschichte ihrer Landsleute nicht auch Schülern, speziell an der Turmbergschule, erzählen wolle, war sie gerne einverstanden: „Hinter jedem ‚Flüchtling‘ verbirgt sich ein Schicksal, dem ich eine Stimme geben will“, begründete sie ihren Entschluss.

 

Neunmal hielt sie in der Turmbergschule denselben Vortrag, jeweils altersentsprechend etwas angepasst. Anschaulich, lebendig und emotional berichtete sie von konkreten Menschen, denen sie mit ihren Sprachkenntnissen helfen konnte und von deren Dankbarkeit, aber auch von schwer zu heilenden Schädigungen. Eine Vierjährige überlebte eine Explosion, die ihrer Mutter das Gesicht wegriss und sei seither traumatisiert durch diese Erfahrung. Samar Al-Akkad kam auf die Brutalität der Schlepper zu sprechen, die Menschen, die vor Krieg und Terror fliehen mussten, ohne jeden Respekt begegneten.

 

So kam sie zu ihrer schlussendlichen Botschaft: Sich mit Respekt zu begegnen, sei der einzig richtige Weg. Aus gegenseitiger Hilfe erwachse Menschlichkeit und Brüderlichkeit. Auf die Frage einer Schülerin, wie mit Videos aus dem Internet zu diesem Thema umzugehen sei, riet sie zu kritischer Sichtweise. Das Beste sei, Gelegenheiten zu suchen, um mit den fremden Menschen in Kontakt zu kommen und sich selbst ein Bild zu machen.

 

Nur so könnten Vorurteile abgebaut werden. Rektorin Karin Sebold dankte ihr für den lebendigen Vortrag und die Möglichkeit, den Schülern dieses Thema so authentisch nahezubringen.

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