Gemeinschaftsschule im Fokus beim Tag der Offenen Tür

Das Prunkstück der Turmbergschule befindet sich im dritten Stock: Das nagelneu eingerichtete „Lernatelier“, dem noch weitere folgen sollen. Einzelarbeitsplätze statt Doppeltische. Flexible Hocker statt steifer Stuhllehnen. An einer PC-Insel inmitten des Raums sitzen vier Schüler gleichzeitig und erledigen ihren unterschiedlichen „Lernjob“.

Was sie erreichen sollen, sagt das „Kompetenzraster“ an der Wand. Erledigtes wird im persönlichen „Lerntagebuch“ notiert. Die Gemeinschaftsschule, ab Schuljahr 2013/14 Alltag in Weingarten, durfte am Tag der Offenen Tür schon mal bestaunt und beschnuppert werden.

Schnell wurde den Besuchern klar: Diese Schulform fördert, selbständig Fortschritte nach eigenem Tempo zu erzielen, entsprechend der individuellen Fähigkeiten. „Die Kinder sind keinesfalls allein gelassen“, versicherte Rektorin Karin Sebold. Im Gegenteil: die Vielfalt des Lernens erfordert auch ein breites Angebot an qualifizierten Lehrern. „Wir werden Lehrer jeglicher Couleur brauchen“ sagte die Rektorin.

Nach wie vor ist der Weg in den Beruf das Herzstück der Turmbergschule. Lehrer Ulrich Hoppenz erläuterte das Netzwerk, in dem die Schule eingebunden ist zwischen Ausbildungs-betrieben, beratenden „Experten“, Eltern, und den verschiedenen Modellen in einer jeden Klassenstufe, die alle in Berufspraktika münden – ein Vorgehen, das bereits der damalige Rektor Klaus Goerke auf den Weg gebracht hat.

Bei der Klassenlehrerin der siebten Klasse, Jutta Ulrich, erfuhren die Besucher, was es mit „Kompetenzanalyse“ auf sich hat. Ein Schüler, der fit sein will für den Beruf, braucht „überfachliche Kompetenzen“. Er kann ein Projekt planen, ein Problem lösen, geht selbständig vor, hat Durchhaltevermögen, kann sich in deutscher Sprache gut ausdrücken, arbeitet sauber und ordentlich, zügig und feinmo-torisch exakt, kann sich mit anderen abstimmen, Kritik einstecken und abschließend das fertige Werk präsentieren.

Das Ganztagesangebot der Turmbergschule erfordert am Nachmittag ein Jugendbegleiter-programm. Ein nicht alltägliches Beispiel hierfür gab Christiane Otero mit ihrem Trommelkurs. An zwei Tagen pro Woche leitet sie jeweils eine Gruppe von Schülern im rhythmischen Trommeln auf Bougarabous an. „Trommeln fördert die Koordination und das Rhythmusgefühl“ erklärte die Schülerin Nicole ganz begeistert. „Es fokussiert die Konzentration auf den Rhythmus und das exakte Setzen der Hände. Rechte Hand, linke Hand, Bass und open“ ergänzt die Lehrerin.

Die Vielfalt der Interessen an der Turmbergschule zeigen sich in vielerlei Angeboten und kleinen Nischen, in denen Schüler besondere Fähigkeiten entfalten können. Dennis und Jule sind „Umweltmentoren“. Sie haben eine Ausbildung erhalten und sind sensibilisiert, auf gute Umweltbedingungen im Schulalltag zu achten. „Eine Lichtstärke von 500 Lux ist am besten“, weiß Jule ein Beispiel zu nennen. „Mit weniger verdirbt man sich die Augen, mehr ist Energieverschwendung.“ Streitschlichter und SMV, Förderunterricht und Schulsanitäter sind weitere „Bausteine“ im Gesamtbild der Turmbergschule, deren oberstes Leitbild den Besucher gleich im Foyer empfängt:

„Jedes Kind und jeder Jugendliche ist einmalig.“ – Und lernt dementsprechend individuell.

Auch in der Grundschule konnten die Besucher in den Klassenzimmern der 1. und 2. Schuljahre einen Eindruck gewinnen, wie von Anfang an Grundlagen für selbständiges individualisiertes Lernen gelegt werden. Gezeigt wurde das Lernen an Stationen und an Lerntheken. Hier erledigen die Kinder Aufgaben nach einem festgelegten Plan in ihrem Tempo und in unterschiedlichen Niveaustufen.

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